Technologien
Bis zu 1300 unbekannte Objekte kann die Bin-Packing-Zelle pro Stunde greifen. - Bild: Fraunhofer IPA / Rainer Bez
18.03.2026

KI Robotik beschleunigt Intralogistikprozesse

Auf der LogiMat in Stuttgart präsentiert das Fraunhofer IPA mehrere Exponate zum Thema personalisierte Produktion, die unter hohem Wettbewerbsdruck funktionieren muss. Messegäste können am Stand D37 in Halle 5 unter anderem ein interaktives Exponat mit Klemmbausteinen sowie eine Roboterzelle für das Bin Packing erleben.

Die Intralogistik ist die Grundlage für effiziente Abläufe in Fertigung, Gewerbe und weiteren Bereichen und steht unter hohem Effizienzdruck. Vielfältigste Waren und Bauteile müssen immer schneller und zugleich höchst zuverlässig optimal bereitgestellt werden. Um diesen Herausforderungen in Zeiten von Arbeitskräftemangel und weltweitem Wettbewerb technisch und wirtschaftlich sinnvoll begegnen zu können, sind Digitalisierung und Automatisierung samt KI-basierter Robotik Schlüsseltechnologien. Wie diese technisch und wirtschaftlich neue Innovationsimpulse geben können, zeigen Exponate des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA auf dem Messestand.


Variantenfertigung neu denken

Variantenfertiger stehen unter enormem Druck. Kunden erwarten individuelle Produkte, kurze Lieferzeiten und wettbewerbsfähige Preise. Gleichzeitig steigen Komplexität und globaler Wettbewerbsdruck.

Eine kleine Modellfabrik aus Klemmbausteinen spiegelt wider, welche fünf Kernthemen es rund um das Thema Operations zu beachten gilt und wie das Institut diese mit seinem Dienstleistungs- und Entwicklungsangebot adressiert: Wettbewerbsfähigkeit, durchgängiges Engineering und Produktion, hochflexible Fabriken, technologische Exzellenz sowie KI- und IT-Plattformen.


Roboterbasiertes Einpacken von Waren

Der Demonstrator Pick & Pack zeigt die Leistungsfähigkeit eines Greif- und Packplanungssystems, das beliebige 3D-Freiform-Objekte ad hoc ohne Vorwissen und ohne Stammdaten verpacken kann. Der Packplaner benötigt lediglich zwei Scans: einen des zu verpackenden Objekts und einen des Ist-Zustands im Zielbehälter. Anhand dieser Sensordaten wird die optimale Packposition des Objekts in allen drei rotatorischen Freiheitsgraden berechnet.

Insgesamt können so bis zu 1300 Objekte pro Stunde ohne Vorwissen gegriffen und ordentlich gepackt werden. Anhand eines interaktiven Bildschirmdemonstrators kann der Planer auch für die effiziente Vorplanung des Packmusters beliebiger 3D-Freiform-Objekte für ganze Ladungsträger ausgetestet werden.

(Quelle: Fraunhofer IPA)