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Bild: Bosch Rexroth
18.05.2026

Bosch Rexroth steigert Auftragseingang deutlich

Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete Bosch Rexroth einen Umsatz von rund 6,5 Milliarden Euro. Damit gelang es dem Unternehmen, sein Geschäft trotz des anhaltend schwierigen Umfelds auf Vorjahresniveau zu halten. Ein deutliches Wachstum verzeichnete der Auftragseingang, der um knapp 9 Prozent auf rund 6,6 Milliarden Euro stieg und somit erstmals seit 2022 wieder den Umsatz übertraf. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Bosch Rexroth ein leichtes Wachstum – vorausgesetzt, die geopolitische Lage eskaliert nicht weiter. Zur Sicherung des zukünftigen Wachstums investierte Bosch Rexroth in Forschung und Entwicklung sowie Gebäude und Anlagen rund 560 Millionen Euro. Ende 2025 beschäftigte das Unternehmen weltweit rund 31.900 Mitarbeitende.

Dr. Jochen Peter, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG: „Das wirtschaftliche und geopolitische Umfeld bleibt für unsere Kunden und uns eine Herausforderung. Außerdem drängen Wettbewerber aus Asien auf unsere Heimatmärkte. Innovationskraft, Kundennähe, Anpassungsfähigkeit und Kostenbewusstsein sind deshalb auch zukünftig wichtige Erfolgsfaktoren für Bosch Rexroth“.

So hat Bosch Rexroth beispielsweise sein Geschäft in China neu aufgestellt, die Aktivitäten in Japan gestärkt und das Produktportfolio fortlaufend an die Bedürfnisse seiner Kunden angepasst. Nach rund zwei Jahren mit niedrigeren Auftragseingängen als Umsätzen hat sich dieses Verhältnis wieder zum Besseren gewendet.

Peter: „Wir haben 2025 sowie bisher im laufenden Jahr wieder mehr Aufträge gewonnen – das lässt uns verhalten zuversichtlich nach vorne schauen, vorausgesetzt, die aktuellen geopolitischen Herausforderungen belasten das Geschäft nicht stärker“.


Gesamtumsatz durch China-Geschäft stabilisiert

Der Umsatz lag mit 6,45 Milliarden Euro lediglich 1,4 Prozent unter dem Vorjahreswert (2024: 6,54 Milliarden Euro) und hat sich im Vergleich zu den besonders starken Jahren 2022 und 2023 (7 bzw. 7,5 Milliarden Euro) auf niedrigerem Niveau stabilisiert. Wechselkursbereinigt ist der Umsatz um 0,9 Prozent gestiegen. Leichtes Wachstum gegenüber dem Vorjahr verzeichneten Europa ohne Deutschland sowie die Regionen Asien/Afrika/Australien. In Deutschland, dem umsatzstärksten Land des Unternehmens, ging der Umsatz 2025 leicht gegenüber dem Vorjahr zurück. China, die Region mit dem drittgrößten Umsatz, hat durch ihr Wachstum maßgeblich zur Stabilisierung des Gesamtumsatzes beigetragen.


Aufträge: rund 9 Prozent Plus

Der Auftragseingang belief sich 2025 auf 6,6 Milliarden Euro, das sind rund 540 Millionen Euro, beziehungsweise 8,9 Prozent, mehr als im Jahr zuvor. Den stärksten Zuwachs an Aufträgen verzeichnete China. In Europa und Deutschland gingen ebenfalls deutlich mehr Aufträge ein.


Ausblick 2026: Wachstum im Blick, Druck bleibt hoch

Holger von Hebel, Finanzvorstand der Bosch Rexroth AG: „Das Geschäftsjahr 2026 hat gut begonnen: Der bisherige Auftragseingang liegt ähnlich wie im vergangenen Jahr über den Vorjahreswerten, der Umsatz zieht entsprechend behutsam an. Gleichwohl bleibt das weltweite Geschäftsumfeld unbeständig und der Kostendruck hoch. Wir arbeiten daher kontinuierlich an Kostensenkungen, unserer marktgerechten Aufstellung und unserem Produkt- und Lösungsangebot für die Kunden“.


Umfangreiche Investitionen in Standorte, Forschung und Entwicklung

Die Investitionen in Maschinen, Anlagen und Gebäude sowie in Forschung und Entwicklung für die Zukunftsfähigkeit des Produkt- und Lösungsangebots beliefen sich 2025 auf rund 560 Millionen Euro. In den drei Jahren zuvor war bereits umfangreich in Werke und den Fertigungsverbund insgesamt investiert worden, sodass für das Wiederanziehen des Geschäfts weltweit ausreichend Fertigungskapazitäten bereitstehen. In Deutschland investierte Bosch Rexroth rund 57 Millionen Euro allein in die Werke in Lohr am Main, Elchingen, Nürnberg und Horb. Weitere große Investitionen gab es in Mexiko, USA und Schweden.


Innovationen für mehr Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit

Auch im Geschäftsjahr 2025 hat Bosch Rexroth sein Produktportfolio mit zahlreichen Innovationen weiter gestärkt. In der Mobilhydraulik steigert beispielsweise der neue Radialkolbenmotor MPR Performance die Produktivität und Energieeffizienz kompakter Arbeitsmaschinen, und der High-Performance-Computer ORC2 schafft die Systemvoraussetzungen für autonome Funktionen in mobilen Maschinen. Die Automatisierungsplattform ctrlX AUTOMATION wurde um KI-Funktionen und mehr Rechenleistung für die Steuerung ctrlX COREplus erweitert. Zudem ergänzen neue Apps das offene Betriebssystem ctrlX OS, etwa ein Security Scanner zum Prüfen von Maschinenparks auf Sicherheitslücken. Im Hydraulik-Service wurde der Hydraulic Hub eingeführt: ein digitaler Werkzeugkasten, der die Instandhaltung vereinfacht und so die Maschinenverfügbarkeit erhöht.


Personalstärke gezielt angepasst

Ende 2025 beschäftigte Bosch Rexroth weltweit rund 31.900 Mitarbeitende. Das sind insgesamt rund 700 beziehungsweise 2,3 Prozent weniger als am Ende des Vorjahres. Rund 13.200 (41 Prozent) aller Mitarbeitenden von Bosch Rexroth sind in Deutschland tätig.


Bosch Rexroth auf der Hannover Messe

Auf der Hannover Messe zeigt sich Bosch Rexroth mit einem neuen Konzept: In der von der Messe neugeschaffenen „Defense Production Area“ präsentiert das Unternehmen Fertigungstechnologie, die sowohl im zivilen Bereich als auch in der Wehrtechnik-Fertigung eingesetzt werden kann. Zusätzlich ist Bosch Rexroth im Bereich „Application Park“ mit den Themen Batterie-Produktion und Recycling sowie im Rahmen des Forschungsprojekts Fluid 4.0 auf dem Plattform-I4.0-Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vertreten. Mit diesem Ansatz spricht Bosch Rexroth Kunden und Interessierte auf der Hannover Messe deutlich branchenspezifischer als bisher an.


Bosch Rexroth seit 25 Jahren Teil der Bosch-Gruppe

Im Mai 2001 fand der Zusammenschluss der Bosch Automationstechnik mit Mannesmann Rexroth statt – damit trägt Bosch Rexroth seit 25 Jahren zum Erfolg der Bosch-Gruppe und zu einer ausgeglicheneren Verteilung zwischen den Bosch-Geschäftsbereichen bei.

Dr. Steffen Haack, Vorstandsmitglied für den Entwicklungsbereich sowie die Identifizierung neuer strategischer Wachstumsfelder: „Trotz vieler Veränderungen ist eines über die Jahre hinweg gleichgeblieben: der unermüdliche Einsatz des Bosch Rexroth Teams für die Kunden, die herausragende technologische Kompetenz und die Leidenschaft für unsere Produkte“.

Insgesamt blickt das Unternehmen auf eine mehr als 230-jährige Geschichte zurück, die durch Ludwig Rexroth 1795 ihren Anfang nahm.

(Quelle: Bosch Rexroth)