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13.08.2025

Jungheinrich meldet verhaltene Geschäftsentwicklung

Die Jungheinrich AG zeigte im ersten Halbjahr 2025 eine insgesamt verhaltene Geschäftsentwicklung in einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld. Der Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder – Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst – umfasst, lag zum Ende des Berichtszeitraumes bei 2.743 Mio. Euro (Vorjahr: 2.665 Mio. Euro).

Der Auftragsbestand im Neugeschäft belief sich zum 30. Juni 2025 auf 1.510 Mio. Euro und lag damit etwas unter dem Vorjahresniveau (1.520 Mio. Euro). Der Konzernumsatz lag mit 2.656 Mio. Euro leicht über dem Vorjahr (2.622 Mio. Euro). Zu dieser Entwicklung trugen insbesondere das Neugeschäft sowie der Kundendienst bei.

Das EBIT fiel im Berichtszeitraum mit 210,5 Mio. Euro um 1,9 Prozent niedriger aus als im Vorjahr (214,5 Mio. Euro) und wurde durch Maßnahmen zur Ergebnissicherung gestützt. Die EBIT-Rendite lag mit 7,9 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums (8,2 Prozent). Der Free Cashflow betrug 57 Mio. Euro.

Das Unternehmen äußert sich wie folgt:
„Das erste Halbjahr war geprägt von einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld bei schwacher konjunktureller Dynamik insbesondere in unseren europäischen Kernmärkten. Wir beobachten eine deutliche Verschärfung des internationalen Wettbewerbes mit zunehmendem Druck auf die Preise im Neugeschäft.

Vor diesem Hintergrund verzeichneten wir in den zurückliegenden sechs Monaten eine insgesamt verhaltene Geschäftsentwicklung und mussten mit Blick auf das zweite Halbjahr die Prognose für 2025 zuletzt deutlich nach unten korrigieren. Mit dem von uns jüngst angekündigten Transformationsprogramm, das personal- und standortbezogene Maßnahmen umfasst, haben wir strategische Weichen zur langfristigen Sicherstellung unserer globalen Wettbewerbsfähigkeit gestellt.“

Prognose

Der Vorstand hat im Juli 2025 seine Prognose zweimal angepasst. Die erste Prognoseänderung am 17. Juli 2025 erfolgte vor dem Hintergrund der aktuellen und erwarteten Geschäftsentwicklung und aufgrund von Einmalaufwendungen in Höhe von rund 90 Mio. Euro für ein Transformationsprogramm mit personal- und standortbezogenen Maßnahmen zur Sicherstellung der globalen Wettbewerbsfähigkeit.

Durch das Transformationsprogramm sollen mittelfristig nachhaltige Kosteneinsparungen in Höhe von rund 100 Mio. Euro erzielt werden.

Die zweite Prognoseänderung am 21. Juli 2025 beruhte auf den erwarteten negativen Effekten in Höhe von rund 120 Mio. Euro aus der Veräußerung der russischen Tochtergesellschaft.

Jungheinrich rechnet nunmehr mit einem Auftragseingang zwischen 5,3 Mrd. Euro bis 5,9 Mrd. Euro (zuvor: 5,5 Mrd. Euro bis 6,1 Mrd. Euro). Für den Konzernumsatz wird eine Bandbreite von 5,3 Mrd. Euro bis 5,9 Mrd. Euro prognostiziert (zuvor: 5,4 Mrd. Euro bis 6,0 Mrd. Euro).

Das EBIT wird im Geschäftsjahr 2025 nach aktualisierter Einschätzung zwischen 160 Mio. Euro und 230 Mio. Euro (zuletzt: 280 Mio. Euro bis 350 Mio. Euro, zuvor: 430 Mio. Euro bis 500 Mio. Euro) liegen. Hierin sind belastende Effekte aus Kaufpreisallokationen in Höhe von 10 Mio. Euro und aus variabler Vergütung in Höhe von 4 Mio. Euro (zuvor: 3 Mio. Euro) aus den im Jahr 2023 erfolgten Akquisitionen berücksichtigt.

Jungheinrich rechnet mit einer EBIT-Rendite in der Bandbreite von 3,1 Prozent bis 3,9 Prozent (zuletzt: 5,3 Prozent bis 6,1 Prozent, zuvor: 7,8 Prozent bis 8,6 Prozent). Für das EBT erwartet das Unternehmen einen Wert zwischen 130 Mio. Euro und 200 Mio. Euro (zuletzt: 250 Mio. Euro bis 320 Mio. Euro, zuvor: 400 Mio. Euro bis 470 Mio. Euro) mit einer daraus resultierenden EBT-Rendite zwischen 2,6 Prozent und 3,4 Prozent (zuletzt: 4,8 Prozent bis 5,6 Prozent, zuvor: 7,3 Prozent bis 8,1 Prozent).

Für den ROCE geht das Unternehmen nunmehr für das Geschäftsjahr 2025 von einem Wert zwischen 5 Prozent und 9 Prozent (zuletzt: 10 bis 14 Prozent, zuvor: 15 Prozent bis 19 Prozent) aus. Für den Free Cashflow wird jetzt ein Wert von über 250 Mio. Euro erwartet (zuvor: über 300 Mio. Euro).

(Quelle: Jungheinrich)

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