Anwenderbericht
Automatisierte Glasuranlage mit KUKA Robotern und Gaiotto-Technologie. - Bild: KUKA
15.06.2026

KUKA Roboter sichern Keramikqualität Made in Italy

Mit 40 KUKA Robotern hat GSI Ceramica, italienischer Produzent von Sanitäterkeramik, die Automatisierung in den Fokus seiner Produktionsstrategie gerückt. Vom Gießen bis zum internen Materialtransport erhöhen die Roboter Effizienz und Sicherheit. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit sollen so technologische Innovation und die Werte des „Made in Italy“ vereint werden.


Sanitäterkeramik „Made in Italy“

Waschbecken, WCs, Badmöbel und vieles mehr: Sanitäterkeramik aus Italien ist weltweit bekannt und beliebt. Qualität, Design und technische Innovation gehen hier seit Generationen Hand in Hand. Das jahrhundertealte Können hat seinen Ursprung in der historischen Stadt Civita Castellano, rund 60 Kilometer nördlich von Rom – dort, wo auch GSI Ceramica seinen Sitz hat. Das Unternehmen nimmt seit den 1930er Jahren einen festen Platz in der italienischen Keramikindustrie ein und will die Produktion „Made in Italy” auch in Zukunft fortführen. Dazu hat sich das Unternehmen Automatisierungspartner gesucht, die den Betrieb und die Leidenschaft für das Handwerk auf das nächste Level heben.


Technologie im Dienst der Tradition

Bis in die 2000er Jahre erfolgte die Produktion noch weitgehend manuell: Das Gießen fand auf Gipsbänken statt, die Bediener öffneten die Formen von Hand, und das Bewegen der Teile erforderte erheblichen körperlichen Kraftaufwand. GSI Ceramica hat daher gemeinsam mit SACMI, Gaiotto und KUKA die Keramikproduktion „Made in Italy“ transformiert und durch die Automatisierung das Fortbestehen der Handwerks-Kunst sichergestellt – ohne dabei die traditionellen Wurzeln zu vergessen.


Roboter als verlängerter Arm des Meisters

Heute sind einige schlüsselfertige Anlagen der SACMI-Gruppe für die Produktion von Keramik im Einsatz sowie 40 KUKA Roboter der Typen KR Quantec und KR Iontec, die von Gaiotto Automation implementiert wurden. In den Abteilungen Gießen, Veredelung, Glasur und innerbetrieblicher Transport gewährleisten die Roboter nun wiederholbare und konsistente Prozesse.

Roberto Ceccarelli, Werksleiter: „Unser Produkt muss makellos sein. Investitionen in Robotik und Automatisierung sichern dieses Ziel, gewährleisten höchste Standards und minimieren jegliches Risiko von Unvollkommenheiten.“


Automatisierung und italienischer Erfindergeist vereint

Für Ceccarelli bedeutet Exzellenz drei Dinge: hohe Qualität, Produktzuverlässigkeit und Perfektion.

Roberto Ceccarelli: „Um das zu erreichen, haben wir uns entschieden, in Innovation zu investieren – doch der eigentliche Unterschied liegt in der Leidenschaft und Entschlossenheit unseres Teams. Roboter garantieren einheitliche Standards, aber es sind unsere Mitarbeitenden, die die Messlatte für Qualität jeden Tag höher legen.“

Auf einer Betriebsfläche von 110.000 m², mit 180 Mitarbeitern und Produkten, die in rund 150 Länder exportiert werden, beweist GSI, dass Automatisierung und italienischer Erfindergeist Hand in Hand gehen können.


Schleifroboter bearbeiten kleinste Details

Die Keramikmasse – bestehend aus Ton und Kaolin – wird beim Gießen mit 14 bar in Harz-formen gepumpt, die für 100.000 identische Teile ausgelegt sind. Dadurch werden die für Gipsformen typischen Abweichungen vermieden und absolute Gleichmäßigkeit garantiert. Nach dem Gießen durchlaufen die Teile die Trocknung und Endbearbeitung. Hier entfernen Schleifroboter Grate und Fehler mit einer Präzision, die manuell unmöglich zu erreichen wäre.

Roberto Ceccarelli: „Wir haben die Endbearbeitung vollständig automatisiert, denn selbst unsichtbare Details machen den Unterschied. Wir reinigen Stellen, die der Kunde niemals sehen wird – aber für uns ist das eine Garantie für Spitzenqualität”.


Farbfinish in Perfektion dank selbstlernender Roboter

Es folgt die Glasur, die von selbstlernenden Robotern durchgeführt wird, die die Bewegungen der Handwerker mit millimetergenauer Präzision nachahmen. Ermöglicht wird die kunstvolle Umsetzung durch den Integrator Gaiotto. Und das nicht nur in Weiß: Selbst die komplexesten Farben werden gleichmäßig aufgetragen, sodass das Finish optisch und haptisch einheitlich ist.

Roberto Ceccarelli: „Ich wollte, dass die Farben von Robotern verwaltet werden. Denn der Kunde muss immer das gleiche Produkt erhalten – identisch in jedem Detail. Für uns ist Perfektion ein Versprechen, das wir jeden Tag einhalten.“


Mehr Effizienz und Sicherheit

Auch der innerbetriebliche Transport ist mittlerweile vollständig automatisiert: KUKA Roboter übernehmen den Transport der Teile zwischen den einzelnen Bearbeitungsstufen bis hin zum Brennen im 1.250 °C heißen Tunnelofen. Das steigert nicht nur die Effizienz, sondern verbessert auch die Sicherheit.

Roberto Ceccarelli: „Es gibt im Unternehmen keine manuelle Handhabung schwerer Lasten mehr.“

Auf zwei Mitarbeitende kommt nun ein Schwerlastheber, und auf 1,3 Mitarbeiter ein Roboter. Die Automatisierung hat auch die Rollen verändert: Dank Schulungen, die gemeinsam mit KUKA organisiert wurden, sind die Bediener zu Spezialisten für den Betrieb und die Wartung von Robotern geworden.


Partnerschaftliche Beziehung

Für GSI war die Entscheidung für KUKA daher nicht nur eine technische, sondern eine strategische. Es ging nicht nur um die Installation von Robotern, sondern um den Aufbau einer Beziehung, die auf Vertrauen und der Fähigkeit basiert, echte Probleme gemeinsam zu lösen.

Roberto Ceccarelli: „Was ich schätzte, war, dass wir uns an einen Tisch setzen und Probleme lösen konnten. Mit KUKA haben wir dazu den richtigen Partner gefunden.“

Ein Punkt, den Ceccarelli besonders hervorhebt, ist die individuelle Gestaltung der Schulungen. Die Partnerschaft mit KUKA hat es GSI ermöglicht, noch weiter voranzukommen und in einem Sektor innovativ zu sein, in dem Robotik fast nicht vorhanden war. Das erforderte Mut und gegenseitiges Vertrauen.

Roberto Ceccarelli: „Mit KUKA haben wir den idealen Wegbegleiter gefunden – jemanden, der genauso an unsere Träume glaubt wie wir.“


Mehr Leistung

Und diese Träume sind längst nicht vorbei. Das Unternehmen hat mit einem dritten Brennofen die Produktion gesteigert und will weiterwachsen. Die nächste Herausforderung ist daher nun die automatisierte Logistik. Autonome mobile Roboter (AMRs) spielen in dieser Vision eine zentrale Rolle, ebenso wie neue Handlings- und Verpackungslösungen. Eine Schlüsselrolle hat dabei in Zukunft auch das Betriebssystem iiQKA.OS2. Bei all der Automatisierung bleibt die Philosophie jedoch dieselbe: in Technologie investieren, um das Arbeitsleben der Menschen zu verbessern, den Output zu steigern und den Wert von „Made in Italy“ zu verteidigen.

(Quelle: KUKA)