Von der Präsentation neuer Produkte bis hin zur Vorführung kompletter Anwendungen im Betrieb: EP Equipment nutzte seine „European Event 2026“, um zu zeigen, wie sein wachsendes Automatisierungsportfolio reale Materialflüsse bewältigen und Unternehmen einen praktischen Weg vom ersten automatisierten Prozess bis hin zu vollständig integrierten Intralogistiklösungen bieten kann.
Mehr als 300 Händler, Kunden, Partner und Branchenexperten aus 26 Ländern versammelten sich am 10. September in der europäischen Zentrale von EP in Köln. Während die Veranstaltung im letzten Jahr die Eröffnung der neuen Automatisierungs-Showrooms markierte und sich stark auf die wachsende Produktpalette von EP konzentrierte, verlagerte sich der Schwerpunkt in diesem Jahr auf Maschinen im Einsatz, skalierbare Automatisierungsanwendungsfälle und Best Practices, die in Logistik- und Produktionsumgebungen angewendet werden können.
Dem Unternehmen fiel eine deutliche Veränderung bei den Gesprächsthemen der Besucher auf. Laut Arjan van Zanten, Vice President Automation bei EP Equipment Europe, konzentrierte sich vor einem Jahr rund 80 % des Interesses auf herkömmliche Gabelstapler, während etwa 20 % auf Robotik und Automatisierung entfielen. In diesem Jahr hat sich dieses Bild fast umgekehrt. Das Unternehmen begrüßte namhafte Endnutzer aus den Bereichen Logistik und Fertigung, und das Thema Automatisierung dominierte die Gespräche.
Für EP hat dies etwas Wichtiges bestätigt: Unternehmen sind bereit für die Automatisierung, suchen aber nach einem praktischen Einstieg. Und genau das wurde zu einem der wichtigsten Themen der diesjährigen Veranstaltung.
Die Botschaft hinter den Vorführungen war klar: Unternehmen müssen nicht gleich mit einem vollautomatisierten Lager beginnen. Selbst die ehrgeizigsten Automatisierungsvorhaben können mit einem klar definierten Prozess starten – mit Lösungen, die sich im Zuge wachsender Anforderungen skalieren und integrieren lassen.
Vom Stapler zum Anwendungsfall
Für EP erfordert die Automatisierung eine andere Sichtweise auf den Materialumschlag.
Arjan van Zanten: „Wir können unsere Geräte nicht mehr einfach als Gabelstapler definieren. Wir müssen sie anhand der Arbeit, die sie verrichten, des Anwendungsfalls und der spezifischen Aufgabe, die sie ausführen, definieren.“
EP strukturiert diesen Ansatz anhand von vier grundlegenden Intralogistikfunktionen: Be- und Entladen, Transport, Lagerung und Kommissionierung. Anstatt von einem Stapler auszugehen und zu fragen, wie dieser automatisiert werden kann, bilden der Materialfluss und die auszuführende Aufgabe den Ausgangspunkt.
Dieser Ansatz wurde während der gesamten Veranstaltung demonstriert. Zu den Anwendungen für automatisierten Transport und Cross-Docking gehörten die X-Mover-Lösungen von EP sowie ein Anwendungsfall von Cainiao/Alibaba, während eine Anwendung von Schnellecke Logistics automatisierte Lagerhaltung und dichte Stapelung demonstrierte. Das neue DASP-System und XNA erweiterten den Fokus auf die Kommissionierung, während eine spezielle Be- und Entladeanwendung einen der anspruchsvollsten Bereiche für die Automatisierung behandelte.
Ebenso klar war die Botschaft dazu, wie Unternehmen den Einstieg finden können. Automatisierung muss nicht mit einem vollständig autonomen Lager beginnen. Ein einzelner, sich wiederholender und vorhersehbarer Materialfluss kann einen Einstiegspunkt bieten, bevor schrittweise auf stärker integrierte Anwendungen ausgeweitet wird.
Arjan van Zanten: „Schritt für Schritt können wir in dieses Geschäft hineinwachsen“.
Einfacherer Einstieg und skalierbare Automatisierung
EP entwickelt zudem die Funktionen rund um das automatisierte Fahrzeug weiter. Ein in Köln vorgestellter, KI-gestützter Pre-Sales-Workflow kombiniert 3D-Standortscans, Kundenanforderungen und Materialflussinformationen, um Lösungsentwurf, Wegplanung, digitale Zwillinge und Simulationen vor der Implementierung zu unterstützen.
Zusammen mit Software-Integration und KI-gestützten After-Sales-Funktionen spiegelt dies einen umfassenderen Ansatz wider, bei dem der Roboter nur eine Komponente der Lösung ist. Hardware, Software, KI, Simulation und Systemintegration werden zunehmend rund um den zu automatisierenden Prozess zusammengeführt.
Ziel ist es, verschiedene Einstiegsmöglichkeiten anzubieten: von einfachen Anwendungen, die bereits heute umgesetzt werden können, bis hin zu vollständig integrierten Lösungen für Logistik und Produktion.
Automatisierung bei gleichzeitig wachsendem Geräteportfolio
Die zunehmende Fokussierung auf Automatisierung bedeutet nicht, dass EP sich von konventionellen Materialtransportgeräten abwendet.
In der zweiten Hälfte des European Event präsentierte EP sein wachsendes Portfolio anhand von Live-Demonstrationen und Testfahrten. Zu den wichtigsten Entwicklungen gehörten die PRO-Serie, die für intensive professionelle Anwendungen entwickelt wurde, sowie eine neue Baureihe von 2,5- bis 3,5-Tonnen-Elektro-Geländestaplern, die den elektrischen Materialtransport auf anspruchsvolle Außenbereiche ausweitet.
EP präsentierte zudem die zweite Generation seiner Hochspannungsreihe von 4 bis 12 Tonnen, deren Weiterentwicklungen sich auf Zuverlässigkeit, Bedienkomfort, Sichtverhältnisse, Manövrierfähigkeit und Wartungsfreundlichkeit für anspruchsvolle industrielle Anwendungen konzentrierten.
Zusammen spiegelten diese beiden Aspekte der Veranstaltung die übergeordnete Ausrichtung von EP wider: die Stärkung der für den heutigen Materialumschlag erforderlichen Maschinen bei gleichzeitigem Aufbau der Automatisierungsfähigkeiten, die für zunehmend vernetzte Materialflüsse notwendig sind.
Vom Materialumschlag zum Materialtransport
John He, CEO und Gründer von EP Equipment, ordnete diese Entwicklung in einen umfassenderen Wandel vom konventionellen Materialumschlag hin zum Materialtransport ein – wobei der Fokus nicht nur auf der Maschine liegt, sondern darauf, wie Güter durch den gesamten Logistikprozess bewegt werden.
Für EP beginnt diese längerfristige Ausrichtung mit praktischen Anwendungen, die Unternehmen bereits heute umsetzen können.
Das „European Event 2026“ machte diesen Ansatz greifbar: Bei der Aufgabe ansetzen, dort automatisieren, wo es sinnvoll ist, und von der ersten Anwendung ausgehend zunehmend integrierte Materialflüsse aufbauen.
(Quelle: EP Equipment)
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