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Bild: Hyster
30.10.2026

Hyster liefert Wasserstoff ReachStacker nach Rotterdam

Hyster hat einen mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle angetriebenen Hyster ReachStacker an Rotterdam Shortsea Terminals (RST) in den Niederlanden ausgeliefert. Die Lieferung ist Teil einer gemeinsamen Initiative, die die Rolle von Wasserstoff bei der Dekarbonisierung von Häfen und der Logistik in der Zukunft untersucht.

In Europas größtem Spezialhafen für den Kurzstreckenseeverkehr unterstützt der ReachStacker den Betrieb. Er schlägt vor allem 45-Fuß-Container, darunter auch Open-Top-Container, um. Für diese Anforderungen, ist er mit einem speziellen 45-Fuß-Spreader ausgestattet. Der Hyster RSJ46-33XDH/62 ReachStacker wird von einem Nuvera 60-kW-Brennstoffzellenmotor angetrieben, der Wasserstoff in Strom umwandelt, um eine 130-kWh-Lithium-Ionen-Batterie zu versorgen. Er verfügt außerdem über die standardisierte Hyster-Softwarearchitektur, die auch bei anderen Elektroprodukten von Hyster zum Einsatz kommt und für eine einheitliche Bedienererfahrung, Diagnoseplattform und Wartungsstrategie sorgt.

Lucien Robroek, President, Global Big Trucks, Hyster: „Der Druck auf Häfen und Terminals nimmt zu. Sie müssen Emissionen senken, ohne dabei Abstriche bei der betrieblichen Leistung zu machen. Die Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie hat das Potenzial, eine wichtige Rolle in Anwendungsbereichen zu spielen, in denen Maschinen null Abgasemissionen mit der für den intensiven Containerumschlag erforderlichen Leistung und Verfügbarkeit verbinden müssen. Die Zusammenarbeit mit RST und dem gesamten Projektteam wird dazu beitragen, unser Verständnis dafür zu vertiefen, wie diese Technologie die zukünftigen Anforderungen der Branche unterstützen kann.“

Der ReachStacker wurde von Hyster und dem lokalen Vertragshändler Heffiq im Rahmen eines fünfjährigen Innovationsprojekts geliefert, das von der Provinz Südholland und dem Just Transition Fund (JTF) unterstützt wird. Rotterdam Shortsea Terminals, Berkman Energie Services, Hyster, STC Next und HarbourHUB bündeln im Rahmen des JTF-Programms ihre Kräfte, um die Hafenlogistik nachhaltiger zu gestalten. Gemeinsam entwickeln sie ein einzigartiges Feldlabor, in dem zwei wichtige Innovationen demonstriert werden sollen: eine modulare Wasserstofftankstelle und ein in den Niederlanden entwickelter H2-ReachStacker.

 

Wasserstoff im realen Hafenbetrieb erproben

Dieses Living Lab zeigt, wie Wasserstoff unabhängig vom Stromnetz effektiv in Logistik- und Industrieprozesse integriert werden kann. Der Einsatz des ReachStackers ermöglicht es RST zudem, praktische Betriebserfahrungen mit wasserstoffbetriebenen Containerumschlaggeräten in seinen anspruchsvollen Hafenumgebungen zu sammeln.

Arno Storm, Geschäftsführer von RST: „Für uns ist Nachhaltigkeit nicht nur ein Ziel für die Zukunft, sondern hängt von den Entscheidungen ab, die wir heute treffen. Diese Wasserstofftankstelle und der mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle betriebene ReachStacker ermöglichen es uns, den Wandel in der Praxis zu erproben. Wir wollen unseren Beitrag leisten, dabei lernen und zu einer saubereren und nachhaltigeren Zukunft für die kommenden Generationen beitragen.“

Der lokale Vertragshändler Heffiq wird den ReachStacker durch seine etablierte Service-Infrastruktur und sein Fachwissen im Bereich Hafen- und Terminalanwendungen unterstützen. Experten von Hyster arbeiten während des gesamten Projekts eng mit dem Händler und dem Kunden zusammen.

Martijn Veerkamp, Commercial Director bei Heffiq: „RST ist seit vielen Jahren ein geschätzter Kunde von Heffiq und Hyster, und wir sind stolz darauf, das Unternehmen bei diesem nächsten Schritt auf seinem Weg zur Nachhaltigkeit zu unterstützen. Projekte wie dieses sind auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Kunden, Technologieanbietern und Servicepartnern angewiesen. Durch die Kombination unserer lokalen Expertise mit den Innovationen von Hyster und dem betrieblichen Know-how von RST ist es uns gelungen, eine wegweisende Lösung in eine reale Terminalumgebung zu integrieren, wo sie aussagekräftige Erkenntnisse liefern kann.“

Neben technologischen Innovationen investieren die Partner des JTF-Programms auch in Personal. In einem gemeinsamen Experience-Center werden Mitarbeiter, Studierende und Logistikexperten auf die Energiewende sowie den sicheren und effizienten Einsatz von Wasserstoff geschult. Das von der Europäischen Union kofinanzierte Projekt leistet einen direkten Beitrag zur CO₂-Reduzierung, zu künftigen Vorschriften und zur Standardisierung und verbessert die Energiebilanz des Hafens. Damit werden starke Impulse für die nachhaltige Transformation der Hafenlogistik in Rotterdam und darüber hinaus, gesetzt.

Jeroen van Dijken, Mitglied der Provinzregierung von Südholland: „Südholland steht an der Spitze der Energiewende. Innovative Projekte wie der Hyster Hydrogen ReachStacker sorgen dafür, dass wir dort bleiben. Wir schaffen Möglichkeiten zur Beschleunigung von Innovationen, indem wir wegweisende Unternehmen, Bildungseinrichtungen und öffentliche Partner zusammenbringen. Dies stärkt unsere regionale Wirtschaft und bereitet unsere Arbeitskräfte auf die Branchen der Zukunft vor. Das durch diese Initiative gewonnene Wissen wird die Position von Südholland als führender Knotenpunkt für nachhaltige Logistik und die Entwicklung sauberer Energie weiter festigen.“

(Quelle: Hyster)

Schlagworte

ContainerEntwicklungFFZFTSInnovationenLithium-Ionen-BatterieLogistikNachhaltigkeitSoftwareUmschlagUnternehmenWasserstoff

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