Anwenderbericht
Die Baustelle in Alsfeld. - © Nordwest
27.08.2025

Neues Logistikzentrum in Alsfeld in Hessen

Die Verbundgruppe Nordwest Handel AG ist seit über 100 Jahren Partner für Händler und Hersteller im Bereich Stahl, Bau, Handwerk und Industrie sowie Haustechnik. Als eine zentrale Säule neben der Digitalisierung betreibt das Unternehmen aktuell noch in Gießen einen Logistikstandort für die angeschlossenen Fachhandelspartner.

Mit der Fertigstellung des Neubaus in Alsfeld, geplant für Januar 2026 als eines der größten und modernsten Zentrallager in der PVH-Branche, erweitert Nordwest nicht nur die Kapazitäten für das wachsende europaweite Verbundgruppen-Netzwerk, sondern schafft auf 68.000 qm auch zusätzliche Kapazitäten, um von der Mitte Deutschlands aus für die Partner aus Händler- und Herstellerkreisen als Logistikspezialist individuelle Dienstleistungen anzubieten.

Fachgroßhändler sowie Hersteller, die zusätzliche Logistikkapazitäten benötigen, Wachstumsprojekte umsetzen, ihre Logistik-Performance steigern oder auch die Direktbelieferung ihrer Kunden zentralisiert abwickeln wollen, können dies im neuen, leistungsstarken Logistikzentrum realisieren.

Die hohe Warenverfügbarkeit und taggleiche Auslieferung zählen schon heute zu den Erfolgsfaktoren, von denen die Handelspartner bzw. Auftraggeber profitieren, um ihre Wettbewerbsposition zu steigern. Der Neubau im hessischen Alsfeld wird dies nochmals auf ein neues Level heben und gleichzeitig in punkto Nachhaltigkeit einen extrem hohen Standard erreichen.


Konzipiert als Multi-User-Warehouse

Das neue Logistikzentrum wird multi-mandantenfähig sein, sodass für spezifische Projekte auch zusätzliche Partner aufgeschaltet werden können – kosteneffizient und inklusive der Lieferung zum Endkunden mit individuellem Lieferschein deutschland- und europaweit.

Nordwest wird die Anbindung und Umsetzung von Anfang bis Ende betreuen, sowohl technisch als auch organisatorisch. Die Prozesse sind stark individuell konfigurierbar, die logistischen Dienstleistungen werden für ein breites potenzielles Produktsortiment angeboten, von einer hocheffizienten automatisierten Kleinteileabwicklung bis zum Handling von sperrigen Waren sowie Gefahrstoffen.

Das Leistungsspektrum des Unternehmens umfasst zudem weitere mögliche Dienstleistungen (VAS – Value Added Services), die u.a. von der Bestückung von Werkstattwagen, über Set-Bildungen bis zu Auftragseinzelverpackungen reichen.


Technische Highlights

Nordwest wird im neuen Logistikzentrum die hochmoderne, automatisierte und nachhaltige Verpackungsanlage CVP Everest von Sparck Technologies einsetzen und das Projekt mit der Firma XPROMA realisieren. Die Anlage erstellt automatisiert alle drei Sekunden einen passgenauen Versandkarton. Mit der Fähigkeit, bis zu 1.200 maßgeschneiderte Pakete pro Stunde zu realisieren, setzt die Anlage neue Maßstäbe in Effizienz und Produktivität und spart Kosten.

Die Automatisierungslösung, die mit dem Unternehmen KNAPP umsetzt wird, umfasst ein Automatisches Kleinteilelager (AKL), autonome mobile Roboter (AMR) sowie maßgeschneiderte Arbeitsplätze im Wareneingang, der Kommissionierung und im Verpackungsbereich, die für Effizienz und Flexibilität sorgen.


Große Vorteile in der logistischen Zusammenarbeit

Das Unternehmen schafft Mehrwert-Logistik und Platz für neue gemeinsame Projekte. Zielgruppe sind Großhändler, Fachhandels- und Lieferantenpartner, die ihre Lagerhaltung und die damit verbundenen Dienstleistungen teilweise oder komplett outsourcen möchten, um Entlastung im Geschäftsalltag zu erfahren, ihre Fixkosten zu variabilisieren und gleichzeitig die logistische Performance für die Endkunden professionell zu gestalten.

Das neue Logistikzentrum wird zu den modernsten Zentrallagern deutschlandweit zählen. Partner, die die Logistikleistungen nutzen, können mit Hilfe des Verbundunternehmens ihre Wachstumsziele besser erreichen, ihre Kundenzufriedenheit steigern und ihre Prozesse skalierbar, kosteneffizient und digitalisiert optimieren.

Erhöhte Lagerkapazitäten, schnellere, zuverlässigere Lieferungen und geringere Kosten sollen den Unternehmen einen zusätzlichen Vorsprung im Markt verschaffen. Eine umfassendere Lagerkapazität bedeutet eine noch höhere Warenverfügbarkeit und Produktvielfalt, was Engpässe reduziert und den Vertrieb flexibler macht.

Das neue Zentrallager ist ein wesentlicher Baustein auf dem Weg des Verbundunternehmens in eine erfolgreiche Zukunft – gleiches soll für Partner gelten, die die individuellen Logistikdienstleistungen dort nutzen: mit modernster Automatisierungstechnik, nachhaltigen Technologien und einer Infrastruktur, die höchsten Ansprüchen an Effizienz und Flexibilität gerecht wird.

Dazu hat das Verbundunternehmen bereits in der Planungsphase Wert auf zusätzliche Kapazitäten sowie entsprechende IT-Prozesse und Schnittstellen gelegt, um eigene Warenbestände der Lieferanten und Fachgroßhändler einlagern und versenden zu können.

Durch die einfache und schnelle Anbindung über die bereits vorhandenen Schnittstellen zu den bestehenden Partnern rücken auch kleinere, gemeinsame Projekte in den Fokus, da die Schwelle zur Umsetzung gering und die individuelle Erweiterung des Geschäftes unkompliziert ist.

 

© Nordwest
Das neue Zentrallager bietet Platz für kundenindividuelle Logistikdienstleistungen. © Nordwest

Aktueller Baustatus in Alsfeld

Der Bau des neuen Logistikzentrums hat im August 2024 begonnen und schreitet planmäßig voran. Auch die IT-Anbindung des Neubaus ist in vollem Gang. Die Übergabe der ersten Hallenflächen (Early Access) an das Verbundunternehmen ist für September 2025 geplant. Zu diesem Zeitpunkt startet der Aufbau der Automatisierungstechnik der Firma KNAPP Industry Solutions GmbH (u.a. Automatisches Shuttle-Lager, Behälterfördertechnik, integrierte Pick- und Packplätze).

In der manuellen Abwicklung geht das Unternehmen von einem Go-live, sprich der ersten Einlagerung von Artikeln, im März 2026 aus. Von diesem Zeitpunkt an werden sukzessive die Warenbestände von allen bisherigen Standorten nach Alsfeld umgezogen. Zeitnah wird dann auch der Versand von dort beginnen, inklusive der Gefahrstoffe. Parallel erfolgt der Einbau der Automatisierungstechnik bis Ende des dritten Quartals 2026.

Der Vollbetrieb ist nach der Fertigstellung und der Inbetriebnahme des komplexen automatischen Kleinteilelagers im ersten Quartal 2027 vorgesehen. Dann werden die Partner vollumfänglich von den vielen Benefits des neuen Zentrallagers profitieren.

(Quelle: Nordwest)

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